02.03.09 Großbrand Richtberg



Bericht aus der Badischen Zeitung:

Eine Halle auf dem Areal der holzverarbeitenden Firma Richtberg in Auggen ist abgebrannt. Dabei wurde ein Mitarbeiter schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Eine schwarze Rauchwolke stand am Vormittag über der Richtbergsiedlung in Auggen. In einer Halle kam es gegen 9.30 Uhr zu einem Brand. Ein 46-jähriger Mitarbeiter erlitt dabei schwere Brandverletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Ludwigshafen geflogen. Augenzeugenberichten zufolge kam der Mitarbeiter brennend aus dem Gebäude gelaufen.
Ein Tank mit 62.000 Litern Schweröl befindet sich im ersten Obergeschoss des Gebäudes und blieb durch die schnell einsetzenden Löschmaßnahmen glücklicherweise unversehrt.
Das holzverarbeitende Unternehmen stellt unter anderem Eisenbahnschwellen her, die mit Teeröl imprägniert werden. Die Bewohner der Richtbergsiedlung wurden vorsorglich aufgefordert die Fenster und Türen geschlossen halten. Der Südwind blies die Rauchwolke glücklicherweise zwischen Neuenburg und dem Müllheimer Industriegebiet hindurch. Da überwiegend Holz brannte und der Schweröltank unversehrt blieb, waren die Schadstoffmessungen der Feuerwehr alle negativ.
Gegen 11.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Am Nachmittag war das Feuer gelöscht und die Feuerwehr Auggen übernahm die Brandwache. Der Keller des denkmalgeschützten Gebäudes ist als Auffangwanne ausgebildet, die das Gemisch aus Löschwasser und Teeröl aufgefangen hat, so dass das Erdreich nicht verunreinigt wurde. Dennoch wurde Seitens der Feuerwehr die Untere Wasserschutzbehörde im Landratsamt vorsorglich informiert.
Neben der Feuerwehr Auggen waren auch die Wehren der Nachbargemeinden Müllheim und Neuenburg im Einsatz. Verstärkt wurden die örtlichen Einsatzkräfte auch durch die Drehleitern der Feuerwehren aus Bad Bellingen und Heitersheim. Die Feuerwehren waren mit 26 Fahrzeugen und rund 150 Mann im Einsatz. Hinzu kamen rund 20 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes mit vier Einsatzfahrzeugen des Roten Kreuzes sowie ein Rettungshubschrauber. Das Rote Kreuz stellte auch die Verpflegung der zahlreichen Einsatzkräfte sicher.
Die Außenstelle Müllheim der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und die Brandstelle beschlagnahmt. Über Brandursache, Schadenshöhe und den Zustand des Verletzten sind derzeit noch keine Angaben möglich.
Noch am Vormittag informierten sich Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann und sein Neuenburger Amtskollege Joachim Schuster vor Ort über die Situation. Auch die Landrätin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald Dorothea Störr-Ritter informierte sich am Nachmittag vor Ort und traf sich mit Geschäftsführer Sven-Dirk Richtberg.





03.03.09 Rauchentwicklung B3
14.02.09 Rauchentwicklung Bahnhof